Bodenschutzkalkung auf den Gemarkungen Ottenhöfen, Sasbachwalden, Kappelrodeck, Furschenbach, Seebach und Lauf
Im Zeitraum 13. Juli bis ca. 7. August 2026 werden auf den Gemarkungen Ottenhöfen, Sasbachwalden, Kappelrodeck, Furschenbach, Seebach und Lauf insgesamt rund 600 ha Wald mittels Hubschrauber gekalkt.
Für den Zulieferverkehr und zum Schutz der Waldbesucher müssen manche Flächen und Waldwege zeitweise gesperrt werden, die Waldbesucher werden gebeten die Sperrungen zu beachten. Das verwendete Gesteinsmehl ist für den Menschen zwar absolut unbedenklich, in ganz selten Fällen können jedoch kleine Klümpchen vom Kalkungskübel abfallen.
Die menschengemachten Säureeinträge der letzten Jahrzehnte wirken sich immer noch negativ auf den Nährstoffhaushalt der Böden und auf die Pflanzengesundheit aus. Das im Zuge der Bodenschutzkalkung auszubringende gemahlene Dolomitgestein wirkt der entstandenen Nährmineralarmut im Waldboden nachhaltig und schonend entgegen. Der Basenhaushalt vor allem im Oberboden regeneriert sich und die biologische Aktivität im Boden erhöht sich. So werden letztlich die Nährstoffe im Boden wieder besser verfügbar für Bäume und Sträucher, ebenso verbessern sich die Lebensbedingungen für Bodenlebewesen. Gesunde Waldböden in Kombination mit intakten Wäldern erfüllen weitere wichtige Funktionen, beispielsweise filtern sie Regenwasser und sorgen damit für eine nachhaltige Trinkwasserbereitstellung.
Die Bodenschutzkalkung basiert auf wissenschaftlichen Grundlagen, sie wird federführend durch das Amt für Waldwirtschaft organisiert und ist mit den zuständigen Behörden (Naturschutz & Wasserwirtschaft), den beteiligten Gemeinden und den Waldeigentümern abgestimmt. Die Maßnahme wird durch die Europäische Union, die Bundesrepublik Deutschland und das Bundesland Baden-Württemberg zu einem Großteil gefördert.
Für Rückfragen stehen Ihnen das Amt für Waldwirtschaft (Tel. Nr.: 0781 805 7182) und die zuständigen Revierleitenden zur Verfügung.