Rathausgebäude

Geschichtliche Fakten zum Rathaus Sasbachwalden

Das heutige Rathaus der Gemeinde Sasbachwalden befindet sich im Kirchweg 6 unmittelbar neben der Pfarrkirche mit herrlichem Blick ins Dorf und zu den angrenzenden Rebbergen. Es wurde 1882 ursprünglich als Schulhaus gebaut und viele Jahrzehnte auch so genutzt worden, wovon bis heute die Inschrift im Sandstein des Eingangsbereiches zeugt.

Da die Klassenräume zu klein wurden, errichtete die Gemeinde Sasbachwalden im Jahre 1964/1965 ein neues, zunächst zusätzliches Schulhaus unmittelbar neben dem bisherigen Schulgebäude.

Im Zuge der Schulreform wurde die Hauptschule in Nachbarorte verlagert, so dass die neugebauten Räume für die verbliebene Grundschule ausreichten. In die ehemaligen, umgebauten Schulräume des „alten“ Schulgebäudes konnte dann Im Mai 1972 das Rathaus mit Gemeindeverwaltung einziehen. Ferner waren Miet- und Obdachlosenwohnungen im Gebäude untergebracht.

Am 31.10.2013 ereignete sich Folgendes:

Der Dachstuhl des Rathauses stand durch Fahrlässigkeit eines Bewohners in Flammen. Gott sei Dank kamen keine Personen zu Schaden, aber auch die darunterliegenden Geschosse wurden zum Teil erheblich in Mitleidenschaft gezogen.

Ein langer Weg mit Versicherungs- und Zuschussfragen, vielen Sitzungen des Rathausteams, der Baukommission und des Gemeinderats sowie mit Beteiligung der Bürgerschaft führte letztlich zu dem Entschluss, eine Generalsanierung des Rathauses anzugehen und ein neues Nutzungskonzept mit Verwaltungs- und Vereinsräumen anzugehen. Das Team der Gemeindeverwaltung arbeitete derweil in Containern unweit des Rathauses auf dem „Bolzplatz“ der Gemeinde.

Im Sommer 2015 laufen die umfangreichen Sanierungsarbeiten. Im Jahre 2016 ist der Einzug in das sanierte Gebäude ins Auge gefasst. Der Kostenrahmen ist auf 3,35 Mio. € festgelegt. Dies wird zu einem erheblichen Teil aus Versicherungsleistungen, Zuschüssen aus dem Sanierungsprogramm „Ortsmitte“ sowie Mitteln des Ausgleichstocks des Landes Baden-Württemberg finanziert. Die restlichen Gelder von erwarteten ca. gut 800.000 € muss die Gemeinde aus eigenen Mitteln aufbringen.

Dann befinden sich im Rathaus neben Büroräumen für die Gemeindeverwaltung  und dem Sitzungs- und Trausaal auch Räume für die örtlichen Vereine Narrenzunft, Landfrauen, Volkstanz- und Trachtengruppe sowie die Kur- und Trachtenkapelle.  Neu ist ferner eine öffentliche WC-Anlage mit behindertengerechter Ausstattung.