Rückblick auf die bisherige Flüchtlingssituation und die Flüchtlingshilfe im Dorf

- Dezember 2016-

Es gab zwei Flüchtlingsunterkunftsarten: eine Gemeinschaftsunterkunft auf dem Murberg und eine bedarfsorientierte Erstaufnahme (BEA) auf dem Brandrüttel (ehemals Bel Air-Hotel). Eine Anschlussunterbringung für Menschen mit Aufenthaltsstatus musste Sasbachwalden bisher nicht vorhalten, weil das „Soll“ über die beiden anderen Unterkünfte erfüllt war. Für die Bewohner beider Unterkünfte hatten sich Helferkreise zusammen gefunden. Trotz anfänglicher Bedenken, wurde im Dorf durch die Gemeindeverwaltung, Vereine und Bürger bewiesen, dass es in der Lage ist, den Geflüchteten helfend auf ihrem Weg zur Seite zu stehen.

Um die große ehrenamtliche Aufgabe in den Helferkreisen zu bewerkstelligen, konnte auf große Hilfsbereitschaft aus dem Dorf gezählt werden z.B. in Form vom Kleider- und anderen Sachspenden. Es wurde ein Willkommensfest im Klausheim veranstaltet, im Sommer am Schützenhaus gemeinsam gegrillt und im Winter wurde bei Kaffee und Kuchen gemeinsam musiziert. Die Sportvereine (Fussball und Tennis) halfen nicht nur den Kindern, sondern auch den Erwachsenen auf andere Gedanken zu kommen.

Die Probleme, die sich ergaben, waren der Gesamtsituation mit der hohen Anzahl der Geflüchteten geschuldet und der daraus folgenden Überforderung der politisch Verantwortlichen, der Ämter und der ehrenamtlichen Helfer. Das Verständnis zwischen den verschiedenen Kulturen musste erst langsam wachsen. Es stellte sich allerdings schnell heraus, dass wir alle nur Menschen sind.